Grundsätzlich bietet die private Krankenversicherung ihren Mitgliedern viele Vorteile. Allerdings hat sich – besonders bei älteren Tarifen – das allgemeine Umfeld derart dramatisch verändert, dass von der ursprünglich angenommenen relativen Beitragsstabilität keine Rede mehr sein kann. Im Gegenteil: Viele Versicherte mussten in den vergangenen beiden Jahrzehnten Beitragsanpassungen von mehreren Hundert Prozent hinnehmen. Weil sich der Höhepunkt der Beitragsanpassung mit dem Niedergang bzw. dem Ausbleiben von regelmäßigem Erwerbseinkommen überschneidet, stehen viele PKV Mitglieder füher oder später vor der Frage, ob sie sich den gehobenen Versicherungsschutz noch leisten können.
Es ist ein Grundprinzip des Versicherungswesens, dass viele Versicherte jahrelang Beiträge bezahlen, ohne selber im gleichen Maße Leistungen zu beziehen. Durch die Schadenfreiheit der Mehrheit werden große materielle Belastungen Weniger für alle tragbar. In der Krankenversicherung ist das nicht anders. Hier sind es in aller Regel die jüngeren Risiken, welche mit ihrer guten Gesundheit (und ihrem kleinen Bedarf an medizinischen Leistungen), die finanzielle Grundlage für die Behandlung kostenintensiver Krankheiten und Folgen körperlichen Verfalls leisten. Umso bitter ist der Umstand, dass sich viele ältere Mitglieder einer privaten Krankenversicherung (PKV) ausgerechnet dann den Versicherungsschutz nicht mehr leisten können, wenn Sie beginnen ihn wirklich zu nutzen. Dieses Problem ist weit verbreitet und es hat System.